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Das Team der RAINER GmbH

Meine erste Woche Ladungssicherung

Ladungssicherungstechnik im Praktikum

Hallo, ich bin Florian Maus aus dem Allgäu – der neue Praktikant der Rainer GmbH. Ich bin 23 Jahre alt und meine Freunde bezeichnen mich oft als „Nerd“. Das sehe ich natürlich anders! Seitdem ich denken kann, begeistert mich alles, was mit Technik zu tun hat. Ladungssicherung gehörte allerdings bislang nicht dazu.

Klar habe ich schon bei Umzügen geholfen. Während meines Ferienjobs für eine kleine Veranstaltungstechnik-Firma habe ich auch gelernt, wie wichtig es ist, seine Ladung zu sichern. Aber, wie sichert ein Profi, wenn die Ladung im Container um die ganze Welt reist?

Die Rainer GmbH war mir auf der Messe TransportLogistik in München aufgefallen. Im Rahmen meines Bachelor-Studiums mit der Fachrichtung Maschinenbau wollte ich unbedingt ein Praktikum in der Logistik machen und in einer Entwicklungsabteilung arbeiten.

 

Von der Fass-Sicherung zum Praktikum

Ich war auf der Münchner Messe unterwegs, um mich persönlich über die großen Firmen zu informieren, bei denen ich mich bewerben wollte. Der Stand der Rainer GmbH lag eigentlich nur auf meinem Weg in die nächste Halle, als mich jemand ansprach: „Junger Mann, Sie sind doch sicher innovativ!? Was glauben Sie, wie diese Fass-Sicherung funktioniert?“

Nach gefühlten fünf Minuten wilden Herumspekulierens erlöste er mich mit der Frage, ob ich sein Alter einschätzen könne. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass Herr Rainer der Gründer und Geschäftsführer der Rainer GmbH ist und dass dieses Unternehmen eine Entwicklungsabteilung hat.

„73 Jahre alt bin ich“, sagte er. „ Und immer noch begeistert und fasziniert, was man mit ein wenig Innovationsbereitschaft so alles erreichen kann.“ Okay, das hat mich schon beeindruckt! „Vor 20 Jahren haben wir die Ladungssicherung noch an der Containeröse festgeknotet und das war eine Innovation. Unvorstellbar zu der Zeit, was wir in Zukunft noch alles entwickeln würden!“.

Da hatte er mich – und einige Sekunden später auch meine Bewerbungsunterlagen. Einige Wochen später erhielt ich eine Einladung, mir die Rainer GmbH in Köln anzusehen und mich persönlich vorzustellen. Es war ein spannender Besuch und so vollgepackt mit Informationen, dass ich am Abend von Containern geträumt habe.

Herr Rainer rief mich ein paar Tage später an, um mir persönlich meine Einstellung als Praktikant ab dem Herbst dieses Jahres zu bestätigen. Ich dachte nur: Cool – auf nach Köln!

 

Der frühe Vogel sichert die Ladung

Da bin ich nun – bei der Rainer GmbH in Köln-Porz. Praktikumsbeginn, montagmorgens um 07:00 Uhr. Das ist schon ziemlich früh, aber die Frisur hält.

Nach einem kurzen Gespräch mit Herrn Rainer werde ich von meinem zukünftigen Teamleiter durch das Unternehmen geführt und allen Mitarbeitern vorgestellt. Die Rainer GmbH beschäftigt ca. 40 Personen und alle haben mich herzlich empfangen.

Mein Arbeitsplatz für die nächsten sechs Monate ist die LASITEC®, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Rainer GmbH. Hier arbeiten sieben Ingenieure verschiedener Fachrichtungen, ein Teamleiter, zwei Praktikanten, ein dualer Student und Herr Richter, der technische Leiter und Chef dieser Abteilung.

 

Ladungssicherung im Crashtest

Nachdem ich mich an meinem Schreibtisch eingerichtet habe, führen mich die erfahrenen LASITEC®- Kollegen durch das Versuchslabor. Oder, soll ich sagen, auf den LASITEC®-Spielplatz!? Ohhh Mann, mein erster Chrash-Test!

Ein Reachstacker, so ein riesengroßer Stapler, belädt einen Wagon mit einem vollgepackten Container. Am anderen Ende der Bahnschiene wartet ein Schüttgutwagen (etwa 80 Tonnen schwer).

Nachdem die Messtechnik angebracht worden ist, wird der Containerwagon mit einem alten Chevy auf die gewünschte Geschwindigkeit angeschoben und los geht‘s!

WOW! Was für‘n Knall! Aber auch hier kann ich sagen, meine Frisur hält und die Ladungssicherung auch.

 

Die Analyse nach dem Crashtest

Nach der Action nehmen die Jungs es ganz genau. Sie messen und werten aus, was an Daten entstanden ist. Noch ist das für mich etwas unübersichtlich, aber so viel kann ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen: Das Verhalten der Ladung und der Ladeeinheiten (was ganz genau eine Ladeeinheit ist, werde ich die Kollegen unbedingt fragen müssen) wird beobachtet und Veränderungen (Position, Form, etc.) dokumentiert.

Natürlich wird anhand der Geschwindigkeitsänderung der g-Wert ermittelt und daraus die Kraft, die auf die Ladungssicherung wirkt. Der Aufprall hat mich schon sehr beeindruckt, aber so richtig cool finde ich es, die Auswirkungen des Chrash-Tests zu analysieren.

 

Der Tag danach

Am nächsten Morgen bin ich schon etwas weniger aufgeregt – routiniert möchte ich noch nicht sagen. Was mir aber auf jeden Fall aufgefallen ist: Wir fangen ganz schön früh an zu arbeiten.

Meine Augenringe und ich drapieren uns also um 06:45 Uhr erst einmal mit einem Kaffee dekorativ an den Schreibtisch. Kurz wach werden! Plötzlich geht die Türe auf und Herr Rainer steckt den Kopf herein, „Guten Morgen, Herr Maus! Haben Sie heute schon an Ladungssicherung gedacht?“

„Klar!“ höre ich mich spontan antworten. Hoffentlich fragt er nichts Genaueres und schon kommt „Und, was haben Sie dann gemacht?“ Ich wusste es – tolle Falle! „Herr Rainer, dann habe ich mich angeschnallt.“ Ein Blick vom Chef, den ich nicht deuten kann und plötzlich bin ich wieder alleine. Was soll ich sagen: Jetzt bin ich auf jeden Fall wach und der Tag kann beginnen.

 

Der CTU-Code

Was mich seit gestern beschäftigt, ist folgende Frage: Warum heißt es im Testlabor, wir testen die Rainer Ladungssicherung bis zu einer Belastung von einem g und darüber hinaus?

Mit meinem zweiten Kaffee in der einen Hand und meinem Notizblock in der anderen platziere ich mich vor dem Schreibtisch meines Teamleiters, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Der CTU-Code, so erfahre ich, ist eines der internationalen Regelwerke, die wir in der Ladungssicherung berücksichtigen. Zu Deutsch „Verfahrensregeln für das Packen von Güterbeförderungseinheiten“.

 

 

Ladungssicherung vs. Erdanziehungskraft

Hier heißt es: Die Ladung innerhalb einer Beförderungseinheit, in unserem Fall der Container, ist unterschiedlichen mechanischen Einflüssen ausgesetzt. Zum Beispiel bei einer Bremsung oder Beschleunigung während des LKW-Transports, bei Umschlagsbelastungen oder Schwankungen des Schiffes auf hoher See.

Diese Belastungen werden in g angegeben und drücken die Beschleunigung aus. Da im CTU-Code von einer Maximalbeschleunigung von einem g ausgegangen wird, testet die Rainer GmbH ihre Ladungssicherungsmittel bis zu diesem Wert und noch weiter.

Das sieht bei einem Aufprall von Bahnwagons schon krass aus. Wie es sich wohl anfühlt, auf einem Containerschiff auf rauer See unterwegs zu sein!?

 

Alles auf Anfang!

„Maßgeblich für jede effektive Ladungssicherung ist die Ladeeinheit!“ Was genau das bedeutet, möchte ich in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen.

In den nächsten Wochen werde ich alles über die Bildung und Tests von Ladeeinheiten lernen. Außerdem darf ich einen Messeauftritt der Rainer GmbH begleiten und bin gespannt, was es alles zu entdecken gibt.

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